Noch zweimal lädt die SPD im Altkreis Lübbecke ein

Die vier SPD Landratskandidaten mit Moderator.
Die vier SPD-Landratskandidaten stellen sich vor.

Die Entscheidung über die künftige SPD-Landratskandidatin bzw. über den künftigen Landratskandidaten nähert sich ihrem Höhepunkt. Sieben von elf Veranstaltungen sind bereits gelaufen – vier stehen noch aus. Und die haben es zum Teil in sich, denn es geht jetzt noch um die Städte Porta Westfalica (Montag, 5. Februar), Rahden (Dienstag, 6. Februar), Lübbecke (Donnerstag, 8. Februar) und Minden ( Montag, 12. Februar).

Die Reihenfolge der Veranstaltungen unterliegt natürlich einer gewissen Dramaturgie, denn gestartet ist der Wahltross in den eher SPD-abgewandten Städten und Gemeinden, oder eben in den kleineren, wo selbst bei eindeutigen Ausgängen keine endgültigen Vorentscheidungen eingeleitet werden konnten. Gut zwei Stunden mit Informationen über die Kandidatin bzw. die Kandidaten erwartet, die Besucherinnen und Besucher bei diesen Wahlveranstaltungen. Sie zeichnen sich, was zumindestens NRW betrifft, dadurch aus, dass zum ersten Mal eine Partei zu einer solchen Entscheidung nicht nur ihre Mitglieder aufruft, sondern auch alle Wahlberechtigten aus dem Mühlenkreis. Das heißt, bei dieser SPD-Kandidatenkür können Tante Lenchen, Onkel Kalle oder auch Oma Erna mitwirken, wenn sie denn den Weg zur einer der jetzt nur noch abendlichen Veranstaltung auf sich nehmen.Dabei muss man feststellen, dass dieser Appell nicht immer Früchte getragen hat. In fast allen bisher sieben Terminen gelang es in erster Linie nur in Bad Oeynhausen, die »einfachen « Bürger bzw. die »einfache « Bürgerin in den Saal zu bekommen. »Einfach« deshalb, weil dort ein Gast bei seinem Weg in den Saal gefragt wurde, ob er »Genosse« sei und er antwortete: »Nein, nur einfacher Bürger«. Zu Beginn der Veranstaltungen stellt der Moderator die vier in einem Kurzporträt vor. Danach gehen Kandidatin und Kandidaten in einer jeweils neu ausgelosten Reihenfolge an dieMikrofone und stellen sich und ihre Konzepte für eine künftige Aufgabe als Landrätin oder Landrat vor.Die Kandidatin Birgit Härtel lebt in Porta Westfalica und ist seit sieben Jahren stellvertretende Landrätin. Dr. Ralf Niermann arbeitet und lebt in Berlin. Er ist in Minden aufgewachsen und hat nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Münster zum Dr. jur. promoviert. Der dritte im Bunde ist Dr. Olaf Winkelmann. In Rahden geboren, in Bad Oeynhausen lebend, ist er seit vielen Jahren inzwischen für die beiden heimischen SPD-Abgeordneten Ibrügger und Haseloh als Referent täig. Klaus-Walter Kröll wird den meisten von seiner früheren Tätigkeit als Bad Oeynhausener Stadtdirektor bekannt sein.Nach sieben Runden hat sich der Sohn des früheren Mindener Stadtdirektor, Dr. Ralf Niermann in eine aussichtsreiche Position gebracht. Er ging bei fünf der sieben Veranstaltungen als Sieher hervor und hat bisher 257 Stimmen (42,3 %) auf seinem Konto. Zweimal konnte Olaf Winkelmann gewinnen, nämlich in Bad Oeynhausen und in Stemwede. Dennoch bracht er es, genau wie Klaus-Walter Kröll, auf 141 Stimmen. Die beiden haben damit 23,2 % Stimmanteil erreicht. Nicht sehr aussichtsreich liegt inzwischen Birgit Härtel im Rennen. Bisher 68 Stimmen oder 11,3 Prozent hat sie erreicht. Jetzt stehen noch vier Veranstaltungen an: In Porta Westfalica, Rahden (6.2.), Lübbecke (8.2.) und Minden. Da sind die SPD-Mitglieder und die übrigen Wahlberechtigten in diesen Städten aufgerufen, die Entscheidungen auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Kandidatin und Kandidaten sind sich im übrigen darin einig, dem Sieger oder der Siegerin im dann folgenden Wahlkampf zur Seite stehen zu wollen. Denn das wichtigste Ziel ist für alle vier die Übernahme des Landratsstuhls am 13. Mai. Und das, so alle unsiono, mit möglichst hoher Wahlbeteiligung.