Gemeinsame Erklärung der Rahdener Ratsfraktionen

Pixabay.de Bild: pixabay.de

Wir ziehen an einem Strang

Dramatisch verändert hat sich Deutschland seit dem Ausbruch von Corona und die Auswirkungen machen vor Rahden keinen Halt. Das Virus bestimmt unser Leben. Kaum noch ein Geschäft in der Innenstadt ist geöffnet und auch die Gastronomie massiv betroffen. Seit Montag gelten einschneidende Einschränkungen – auch in NRW. Dazu gehören Kontaktverbote und weitere Schließungen. Kitas und Schulen sind bereits seit Tagen geschlossen.

Angesichts dieser extremen Krise zieht die Politik in der Auestadt an einem Strang. Alle sechs Ratsfraktionen demonstrieren Zusammenhalt. CDU, SPD, FWG, FDP, Bündnis90/Die Grünen und UfR geben eine gemeinsame Erklärung ab:

Fraktionsübergreifendes Zusammenhalten

„Jetzt ist kein Platz für politische Querelen. Jetzt müssen wir alle zusammenrücken und an einem Strang ziehen“, sind sich die Fraktionschefs Gundel Schmidt-Tschech (UfR), Winrich Dodenhöft (Grüne), Hans-Eckhard Meyer (FDP), Doris Bölk (FDP), Dorothee Brandt (SPD) und Guido Peitsmeier (CDU) einig. Auch die Stadtverbandsvorstände der sechs Parteien unterstützen diese gemeinsame Aktion.

Sie alle stellen sich hinter die angeordneten Maßnahmen und Regeln, die mit erheblichen Einschränkungen verbunden sind. Sie bitten die Menschen inständig, sich an die Vorgaben zu halten. Bürgermeister Dr. Bert Honsel und die Verwaltung setzen die Vorgaben von Bund, Land und Kreis zur Eindämmung der Epidemie für Rahden um und haben dabei ein gutes Krisenmanagement bewiesen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Wir müssen jetzt alle geschlossen zusammenstehen. Denn nur mit der Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger kann es uns gelingen, diese Pandemie erfolgreich zu bekämpfen.“

Heimische Unternehmen unterstützen

Geschlossene Geschäfte, starke Einschränkungen für die Gastronomie, Kitas, Schulen, Hallenbad, Bücherei und Rathaus sind von den Schließungen betroffen. „Da ist von der Rahdener Kommunalpolitik Solidarität gefordert und von dieser wollen wir nicht nur reden, sondern diese Solidarität soll mit Inhalten gefüllt werden“, schreiben die Fraktionen. Sie bitten die Menschen deshalb, auch dem heimischen Einzelhandel und der Gastronomie, in deren großer Not, die bis hin zur Existenzbedrohung reiche, zu helfen. „Wir appellieren an unsere Rahdenerinnen und Rahdener, dass sie solidarisch sind. Solidarisch auch mit den Gewerbetreibenden, die sich mit allen Fragen und Sorgen zudem an Verwaltung und alle Ratsmitglieder wenden können. Jetzt heißt es, Zusammenhalt praktizieren. Kaufen Sie zum Beispiel nicht bei den großen Internetshops, auch unsere Händler in unserer Heimatstadt sind oft online präsent oder telefonisch erreichbar und liefern Bestellungen sicherlich gern aus. Nutzen Sie bitte auch den Liefer- und Abholservice der heimischen Gastronomie. Folgen Sie dem Beispiel, das in anderen Städten bereits praktiziert wird – wie in Wiesbaden: Dort gibt es einen Aufruf, jetzt im Restaurant Gutscheine zu kaufen, die dann – nach Corona – eingelöst werden können.

So helfen Sie in dieser schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“, hoffen Brandt, Meyer, Peitsmeier, Dodenhöft, Bölk und Schmidt-Tschech. In Münster sei zum Beispiel eine Homepage eingerichtet worden, mit einer Liste von Geschäften, die ihre Waren online anbieten und ihre Kunden beliefern.

Hilfe brauchen aber auch ältere Menschen und Risikopatienten, die Angst haben, ihre Wohnungen zu verlassen.

Bei Bedarf Hilfe anfordern!

Für sie könnten andere zum Beispiel Besorgungen übernehmen oder mit dem Hund Gassi gehen. Die Fraktionen weisen deshalb auf die „sinnvolle Corona-Nachbarschaftshilfe für Rahden“ hin. Dahinter verberge sich ein Netzwerk, das gemeinsam von Präventionsrat, Dr. Bock Unternehmensgruppe und Stadt Rahden angeboten werde. Kontaktaufnahme unter Telefon 05771/9146666, Telefon 05771/7315, Telefon 0177/8913860 oder Telefon 05771/7369.  Bei der Nachbarschaftshilfe können sich Menschen, die helfen wollen, und Menschen, die Hilfe suchen, melden.

FDP, Grüne, SPD, CDU, FWG und UfR appellieren an die Bevölkerung:

„Bitte bleiben Sie Zuhause, erledigen Sie nur, was unbedingt nötig ist, halten Sie sich an Kontaktverbote. Und sagen Sie auch Danke.“ Denn da sind sich alle Fraktionen einig:

Dank an die Personen, die den „Laden am Laufen halten!“

„Unser aller Hochachtung sollte all denen gelten, die selbstlos trotz hoher Ansteckungsgefahr weiterarbeiten – in Märkten, Drogerien, in Krankenhäusern, Altenheimen, in Arztpraxen und natürlich auch bei Polizei und Feuerwehr. Unser Dank gilt darüber hinaus allen, die Solidarität beweisen, sich an die Vorgaben halten, Ruhe bewahren, nicht in Panik verfallen und nicht hamstern.

Wir müssen jetzt gemeinsam alles tun, was nötig ist. Die Politik allein schafft es nicht. Wir alle brauchen jetzt die Unterstützung unserer Rahdenerinnen und Rahdener, um gemeinsam erfolgreich gegen die Ausbreitung des Coronavirus anzugehen“, heißt es abschließend in der gemeinsamen Erklärung von SPD, FDP, CDU, FWG, UfR und Grünen, die den Menschen aber auch Mut schenken und daran glauben, dass alle gemeinsam diese sehr schwere Krise meistern werden.

Keine Kommentare vorhanden

Machen Sie bei der Konversation mit.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.