SPD-Ratsfraktion für Reaktivierung der Bahnstrecke

Bahnstrecke muss reaktiviert werden

SPD-Ratsfraktion steht hinter allen Bemühungen, die zur Reaktivierung
der Bahnstrecke Bünde-Bassum führen

Am vergangenen Montag waren die Bemühungen um die Reaktivierung der Bahnstrecke Bünde-Rahden-Bassum neben des Corona-Geschehens ein großes Thema.

Das ist kein Wunder, denn die Eisenbahn war und ist mit der SPD, aber auch mit Rahden selbst fest verwurzelt. Willi Meier (SPD-Altbürgermeister von 1956-1972) war selbst Eisenbahner und sein Nachfolger Reinhold Spönemann (CDU-Bürgermeister von 1973 bis 1985) war Sohn eines Eisenbahners.

Einst waren ca. 400 Personen bei der Bahn in Rahden beschäftigt. Spönemann sprach in seinen Vorträgen häufig von Rahden als der Eisenbahnerstadt.

Die Renovierung des Bahnhofsgebäudes 2010 hat man nie bereut.

Historischer Bahnhof Rahden

Sehr erfreut nimmt die Fraktion zur Kenntnis, dass sich nahezu alle im Rat vertretenen Parteien mit einer Reaktivierung der Eisenbahnstrecke in Rahden beschäftigen und dies von heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten und sogar vom Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft unterstützt wird.

So hob im August 2020 unsere Landrätin Anna Bölling in einem Pressebericht „die Bedeutung einer Zugverbindung über die Kreisgrenze hinweg hervor und betonte,
dass die Zusammenarbeit mit unserem  Nachbarkreis intensiver werden muss.  Öffentlicher Nahverkehr höre nicht an der Kreisgrenze auf!“
Genauso sieht das auch die SPD-Ratsfraktion.

Kai Abruczat (Bgm. Stemwede) betonte  am 10. Juli 2020  in einem anderen Pressebericht,  dass „eine Revitalisierung der Strecke Rahden-Bassum-Bremen für OWL ein echter Gewinn wäre.“

Endstation – Der Prellbock muss weg

„OWL muss wieder zum Zug kommen betonte der langjährige Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium a.D. Lothar Ibrügger (SPD) und stellte  in einem Bericht vor einigen Wochen u. a.  auch die Bedeutung der Strecke für die Volkswirtschaft heraus.

Die SPD-Ratsfraktion Rahden würde es ebenso wie auch MdB Achim Post sehr begrüßen, wenn auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sich bezüglich der Bahnstrecke klar positioniere
und sich als Bündnispartner in einem Bündnis mit Niedersachsen und Bremen für die direkte Schienenverbindung zwischen OWL und der Küste einsetzte.

Die vielen Milliarden, die möglicherweise demnächst in die Begradigung der Bahnlinie  Bielefeld-Hannover gesteckt werden sollen, bringen auch nach Ansicht der SPD-Ratsfraktion Rahden nur eine sekundäre Zeitersparnis für die Bahnkunden und wären sinnvoller in die Reaktivierung bisher fast in Vergessenheit geratener Bahnstrecken gesteckt würden.

Sulingen tritt dem Aktionsbündnis (AEBB) bei

Dass jetzt auch die Stadt Sulingen dem Aktionsbündnis (AEBB) beigetreten ist und sich für eine Reaktivierung der Bahnstrecke ausgesprochen hat, werten wir als positives Signal, denn 2009 als wir einer AEBB Veranstaltung in Sulingen beiwohnten, sah das noch lange nicht danach aus.

Der Vorschlag der SPD-Ratsfraktion Rahden wäre daher, dass Bundes-und Landespolitiker sowie Bahnvertreter, Vertreter des Aktionsbündnisses, der Industrie und der Kommunen zu einem „Diskussionsgipfel“ in den Rahdener Bahnhof eingeladen werden, um dann hier vor Ort die Möglichkeiten und Perspektiven besprechen und alle Fraktionen die Kontaktpflege zur Landes- und Bundespolitik sowie zu den benachbarten Kommunen intensivieren.

Eine Machbarkeitsstudie mag die Sache durchaus befruchten, sollte dann aber von möglichst vielen beteiligten Kommunen gemeinsam angestrengt werden.

Für die SPD-Ratsfraktion

Ihr

Fraktionsvorsitzender

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